Freitag, 8. Juli 2016

Ankunft im Rezervaţia Biosferei Delta Dunării

Frisch bei 15 Grad gestartet, sind wir heute Abend in Murighiol am Rande des Donaudeltas bei der doppelten Themperatur gelandet. Eigentlich hatten wir keinerlei Erwartungen, was das fahrtechnische Erlebnis des Tages angeht. Die Vorstellung war, daß das Delta absolut eben ist und die Strassen kerzengerade und langweilig mitten durch gehen.
Dies ist jedoch keineswegs der Fall.
Die Landschaft verändert sich permanent, mal eben wie ein Brett, dann wieder sehr waldreich und hügelig, um an der nächsten Ecke feinstes Agrarland mit vielfältigem Anbau von Feldfrüchten und Getreide incl. Reis zu bieten.

Statt Pferden heute mal ein Ochsenkarren

Immer wieder ertappe ich mich, wenn ich Kurve um Kurve unter die Räder nehme, daß ich diese Landschaft mit der Toskana vergleiche.
leicht toskanisch :-)
Um die Mittagszeit überquerten wir die Donau, mangels Brücke, per Fähre. Bei brütender Hitze und einer halben Stunde Wartezeit auch nicht die wahre Freude.
Donaufähre bei Braila       



Nun sind wir also nach nur einer Woche an unserem südöstlichsten Punkt angekommen und knapp 3000 km stehen auf dem Tacho. Bisher sehr abwechslungsreich und oftmals sehr positiv von der vorgefundenen Situation bzw. dem "Zustand" der erlebten Länder überrascht.
Ankunft im Donaudelta  
Da das Mittagessen heute etwas knapp ausfiel, gab es heute Abend ordentlich was auf die Gabel - es ist immer wieder erfreulich, wieviel man für sein Geld bekommt. Zwei Hauptgerichte, eins davon frischer Zander aus dem Delta, Salat, Fischsuppe und ein Liter Rosewein gibt es für gerade mal 120 Lei = etwa 25 €.
   
Unser heutiger "Herbergsvater" John führt Exkursionen ins Delta durch und daher starten wir morgen in  aller Frühe um 7:00 Uhr (nach deutscher Zeit um 6 Uhr) zu einer Bootstour mit hoffentlich reichlich Natur und Vogelwelt. Daher heißt es heute etwas früher Gute Nacht.





Wer noch mehr Bilder sehen will...

....folgt dem Link:
https://goo.gl/photos/SKmFSjhfULdojv4M9

Donnerstag, 7. Juli 2016

Bizac: Stausee und Schlucht

Wettertechnisch haben wir wirklich Glück. Kaum sind wir gestern im Hotel angekommen, hat es angefangen zu regnen und pünktlich nach dem Frühstück heute morgen wieder aufgehört. Straßentechnisch hatten wir die erste Stunde dafür etwas Pech. Die ersten 25 km gingen über unebene Betonelemente, die nächsten 25 km über Schlaglöcher, gefüllt mit Split. Da macht die schönste Kurve keinen Spaß. 
Bizac Stausee
Wunderschön zu fahren war dann aber die Strecke um den Bicaz-Stausee. Auch die Bicaz-Schlucht ist wirklich sehenswert! Das haben natürlich auch schon andere mitbekommen und das Touristenaufkommen ist entsprechend hoch. Busse quälen sich um die engen Kurven und blockieren sich gegenseitig. Hat man sich in der Autoschlange tapfer an die Sitze gekämpft, erwartet einen ein traumhafter Kurvenspaß auf top Asphalt. 

Bizac Schlucht
Mittagessen gab es dann etwas abseits vom Massentourismus.
Nachmittags waren wir einige Kilometer auf der Europastraße E578 unterwegs.
Das Bild ist wirklich skurril! Da führt eine breite, neue gebaute Straße durch ärmliche Dörfer. An das Tempolimit hält sich niemand und es passiert, dass man innerorts bei 75 km/h von einem LKW überholt wird. Dazwischen die Pferdegespanne, die aus dem letzten Jahrhundert sein könnten. Was in der Maramurischen passt, wirkt hier völlig fehl am Platz.
Auf einigen Strassen bereits verboten...
Das Fahrverhalten der LKWs ist mehr als riskant! Wir haben nun schon 2 gesehen, die in den kurvigen Bergpässen umgekippt sind, weil sie viel zu schnell unterwegs waren. Zeit ist hier wohl Geld...


Heute übernachten wir in einer eher abgelegenen und ärmlichen Gegend. Das Hotel kostet uns 50 Lei für das DZ, das sind umgerechnet 11,21 Euro. Die Hunde, die tagsüber im Zwinger waren, laufen nun frei auf der Straße rum. Raus möchte ich jetzt eher nicht mehr.
Das Halbfinale der EM läuft im Speisesaal- das wars dann wohl mit dem Endspiel. Gute Nacht.
Super Asphalt im Naturpark Putna-Vrancea

Mittwoch, 6. Juli 2016

Erste Eindrücke von Rumänien und der Besuch von Maramures und Bukovina

Unser erster Fahrtag in Rumänien ist durchwegs positiv geprägt. Das Wetter war warm und trocken, die Strassen anspruchsvoll und die Leute am Wegesrand sehr freundlich. Nach 300 km sind wir nun in unserem Hotel angekommen und haben fürstlich gespeist.

Begonnen hat der Tag wieder mal mit einem Unesco Welterbe und zwar dem Kloster Bârsana. Wunderschöne Holzbauten, schöne Gartenanlagen und reichlich Touristen - trotzdem allemal einen Besuch wert. Nach dem gestrigen Tag in der Ukraine, wurden wir strassenmässig fast schon verwöhnt. Überhaupt präsentiert sich Rumänien von einer sehr lieblichen Seite.
Keine Probleme irgendwelche Schrift zu entziffern, Bestellungen in englisch aufzugeben oder sich auch mal kurz mit jemandem zu unterhalten. Hier in der nordöstlichen Ecke Rumäniens dem Landstrich Maramures ist es wohl noch am ursprünglichsten und "rückständigsten" in ganz Rumänien. Die Gegend ist bekannt für seine Holzschnitzkunst, die Maramurescher Hoftore und die typischen Holzkirchen mit ihren spitzen Türmen.

Typisches handgeschnitztes Hoftor

Mănăstirea Bârsana

Ein kurzer Stop galt der Wassertalbahn in Vişeul de Sus, der letzten Waldbahn der Karpaten.
Leider war der Dampfzug für diesen Tag schon abgefahren, aber es stand immer noch genügend rustikales Eisen auf dem Gelände.
Statt Strassen nur Gleise...
 
Weiter ging es durch den Naturpark Munţii Maramureşului und über den Prislop-Pass. Dieser ist im Netz hinlänglich wegen seines schlechten Zustands bekannt und wurde auch genauso vorgefunden. An ukrainische Verhältnisse kommt er aber nicht ran. Nun erklärt sich, weshalb mein Navi für 145 km 4,5 Stunden veranschlagt hat. Auf einer Strecke von ca. 50 km darf offiziell nur 30 km/h gefahren werden - Realität sind eher 70 km/h, dann bügelt man leichter über die Unebenheiten hinweg.

Ursprünglich und ländlich ist es hier an jeder Ecke, seltenst sieht man einen Traktor im Einsatz. Die gesamte Heuernte wird hier noch mit Sense, Rechen und Gabel erledigt. Zum Transport kommt dann das Pferdefuhrwerk zum Einsatz.
Allgegenwärtig, selbst im dichten Verkehr
 
Und immer wird freundlich gegrüßt



   
   



Der Nachmittag gehört der Bucovina, dem Land der sanften Hügel, fruchtbaren Felder und bewaldeten Höhen. Wir besuchten die reich bemalten Kirchen und Klöster Moldovita und Suceviţa, die einzigartig in der Welt sind und ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Die Landschaft erinnert ein bisschen an die Schweiz oder auch das Allgäu, die Pässe und der Belag sind feinstes Mopedrevier - der Unterschied ist jedoch: Keine Ampeln, keine Blitzer und in den Hügeln auch kaum Verkehr. Ein sehr lohnenswerter Tag. Ich würde sogar sagen: absolutes Pflichtprogramm bei einer Rumänienrundreise.



Mănăstirea Suceviţa

Mănăstirea Suceviţa

Aussicht ins Sadova-Tal




Dienstag, 5. Juli 2016

Abenteuer Ukraine...

Das Land selbst ist nicht das Problem - aber die Strassen...

Heute war ein langer harter Tag mit 320 km ukrainischer "Strassen". Wer glaubt, die Strassen in der Slowakei wären schlecht, der muss die Ukraine besuchen. Teer ist Mangelware, und wenn, dann wurde er vor mehreren Jahrzehnt verbaut. Die Schlaglöcher sind groß genug um Honda Monkeys bündig zu versenken - sowas hab ich als "Landstrasse" nicht mal in der Türkei erlebt.
Ansonsten ein sehr schönes und gottesfürchtiges Land. Tolle Kirchen gibts wie Sand am Meer, die Landschaft wie aus dem Bilderbuch - aber alles Andere ist eher gewöhnungs- und sanierungsbedürftig.
Ich bin Stolz auf meinen Schatz. Was sie angesichts ihrer kurzen Motorradkarriere leistet ist absolut bewundernswert, wirklich tough.


Allein schon die Einreise zieht sich über 1, 5 Stunden. Bei 4 verschiedenen Stationen werden akriebisch sämtliche Daten erfasst, Zettel ausgehändigt, Stempel verteilt, Zettel eingezogen, Gepäck oberflächlich kontrolliert und zum Schluß auf deutsch eine gute Reise gewünscht. Dieses Spiel wiederholt sich abends bei der Ausreise in selber Reihenfolge... da lobe ich mir Europas offene Grenzen (so lange es sie noch gibt ;-).)

Die kyrillische Sprache macht einem das Leben auch nicht einfacher. Da hat man nun am östlichsten Punkt seiner Reise (die Sonne geht hier schon ne halbe Stunde früher auf als daheim), fast am Arsch der Welt, ein veganes Restaurant entdeckt und kann die Speisekarte im Tourimodus nur als "Bildle" lesen.

Die Tagesetappe fordert ihren Tribut, deshalb heute mehr Bilder und weniger Text....

Nach 5 Tagen haben wir nun schon 1900 Km abgespult, bei überwiegend Sonnenschein und Temperaturen bis 30 Grad.
Ukrainische "Landstrasse"


Kyrillisch sollte man können...

Gutes Futter, schöner Platz

Freilaufendes Viehzeug, vom Huhn bis zum Pferd

...nicht immer Freude beim Fahren. ;-)


Rast am Vilshany-Stausee

Gräber ohne Ende - kein Wunder bei den Strassen

Für Kirchen reicht das Geld allemal ;-)

Ukrainisch - Rumänische Grenze








Montag, 4. Juli 2016

Durch die Tatra bis an die Ukrainische Grenze

Heute ging es den zweiten Tag durch die Slowakei. Vormittags standen die Nationalparks "Niedere Tatra" und "Hohe Tatra" auf dem Programm. Auf kurvigen Straßen ging es hoch bis auf 1.400 m.

Zum Mittag haben wir in der wunderschönen Stadt Levoca gegessen. Diese ist UNESCO Weltkulturerbe. Auch nachmittags stand ein weiteres Weltkulturerbe auf dem Programm. Die Zipser Burg ist die zweitgrößte weltweit. Hochfahren ging leider nicht, doch ich konnte Rainer zu einem Fußmarsch überreden. Oben endlich angekommen mussten wir feststellen, dass die 6 € Eintritt wollten. Für slowakische Verhältnisse doch ziemlich frech!

Übernachten tun wir heute ein paar Kilometer vor der ukrainischen Grenze. Der ukrainisch-russische Einfluss ist hier schon ziemlich spürbar und zeigt sich auch in der Einrichtung des Hotels.

Allgemein habe ich einen sehr positiven Eindruck von der Slowakei bekommen. Sprachlich hatten wir gar keine Probleme, das Essen war wunderbar (vegetarisch gar kein Problem), die Menschen sehr gastfreundlich und die Landschaft abwechslungsreich und interessant.

Die Straßenverhältnisse sind besser als gedacht. Natürlich sind auch viele Holperstrecken dabei, aber irgendwie gewöhnt man sich daran. Durch den vielen Regen diesen Sommer hat es leider immer wieder etwas Sand und Dreck in den Kurven. Also immer schön die Augen auf ;-)

Sonntag, 3. Juli 2016

Endlich wieder Kofola!

Heute morgen ging es im Regen über die (grüne) Grenze in die Slowakei. Die Straßen wurden prompt schlechter, die Preise dafür deutlich günstiger. Das erste Highlight sollte der Vrucha-Baba-Pass sein. Leider war dieser wegen einer Rallye gesperrt und wir mussten um den Berg herum fahren. Dafür hat uns die erste Getränke-Pause entschädigt: Zu meiner Begeisterung durfte ich feststellen, dass es in der Slowakei Kofola (tschechische Cola) gibt! Zum Mittag hat dann auch das Wetter aufgezogen und wir sind bei Sonnenschein durch wunderschöne Landschaften und Bäche (;-)) gefahren.
Auch das Essen in der Slowakei ist bisher ein Traum für den Vegetarier. Zum Abendessen gab's Dinkel-Nudeln mit Zucchini, getrockneten Tomaten und Tofu. Mal was anderes und richtig lecker :-)

Mittagessen in der Slowakei

Maren hat Angst, daß sie nicht satt wird. 😂

Samstag, 2. Juli 2016

Die Schwaben stehen vor Wien

Nicht direkt in Wien, aber in Stetten bei Wien übernachten wir heute auf dem Weingut Wiedeck. Das Navi zeigt 480 gefahrene Kilometer, wobei wir etwa 200 davon auf der Autobahn runtergerissen haben. Der Tag war anstrengend, speziell bei der aktuellen Wetterlage. Bei bis zu 32 Grad und Gewitter macht so ein Regenkombi einfach doppelt Spaß: Er hält den Regen ab und behält den Schweiß drinnen, naß ist man auf alle Fälle.  Machmal ist die Frage, ob es ohne nicht besser wär. Eine Heidnische Opferstätte haben wir heute auch noch besucht, ganz aktuell lag dort heute sogar ein Opfer, siehe Bild. Die Donauwarte bei Krems wurde angesichts des intensiven Regens illegal befahren (so ne Waldschranke ist nicht wirklich ein Hindernis mit der Enduro ), laufen wäre da definitiv nicht drin gewesen. Ansonsten gibt es heute nix besonderes zu berichten und da unser WLAN hier zickt fällt die Berichterstattung heute mal wieder kurz aus. Jetzt geht's bei der EM in die Verlängerung zwischen D und I, das geb ich mir jetzt auch noch.

Freitag, 1. Juli 2016

BMW Motorrad Day in Garmisch Partenkirchen

Mal wolkig, mal sonnig und mit 28 Grad ziemlich warm.
Gesamtkilometer waren es heute 445.

War ein sehr schöner Besuch bei den BMW Days, einige bekannte Gesichter gesehen und speziell Sille und Matze mal wieder getroffen. War ein schöner Tag,  aber jetzt sind wir hundemüde. 

Mahlzeit

Mittagspause auf der Schlossbergalm.

Los geht's....

Ready to ride, die erste Etappe nach Garmisch Partenkirchen.